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Das Labyrinth - ein alter Mythos

Palast des Minos von Knossos auf Kreta - 2000 Jahre vor Christus

In der griechischen Mythologie wurde das Labyrinth von Daidalos, dem berühmten Baumeister und Erfinder für König Minos bei Knossos auf Kreta erbaut. In dem Labyrinth hauste dessen Sohn Minotauros, ein menschliches Ungeheuer mit Stierkopf. Aus den verschlungenen Gängen des Palastes fand niemand wieder heraus. Alle 7 oder 9 Jahre wurden dem Minotauros 14 Athener zum Fraß vorgeworfen. Erst Theseus gelang es mit Hilfe des Ariadnefadens, die Athener von diesem Fluch zu befreien, indem er das Ungeheuer tötete.

Knossos war die bedeutendste Stadt der minoischen Kultur, 5 km südöstlich von Heraklion auf der Insel Kreta. Durch Ausgrabungen des Engländers Sir A. Evans seit 1900 wurde der riesige Palast des Königs Minos freigelegt. Er umfasste eine Fläche von nahezu 10.000 m² und war ein mehrstöckiger Bau mit zahlreichen unübersichtlich angeordneten Zimmern, Vorratsräumen, Ölpressen, einer Kapelle, Tresoren, Aborten mit Wasserspülung, Lichtschächten, Höfen, vielen Treppen und einer besonders breiten Treppe zum Thronsaal und den Repräsentationsräumen.



Heute findet man Labyrinthe auf Jahrmärkten und in Vergnügungsparks. Innenwände aus Glas und Spiegel tragen zur lustvollen Verwirrung bei. Zerrspiegel in den Gängen bringen zusätzliches Vergnügen.

Labyrinthe wurden früher oft als Teil von Parks oder Gärten angelegt. Verschlungene, von Hecken gesäumte Wege sind so angeordnet, dass man sich darin verirren kann.
Heute erfreuen sich die relativ schnell wachsenden Maislabyrinthe großer Beliebtheit.

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